Juni 2026 – Grüner Wasserstoff, die Integration erneuerbarer Energien und die grenzüberschreitende energiepolitische Zusammenarbeit standen im Mittelpunkt der e-nova 2026 Konferenz in Pinkafeld. Dort kamen Interessensgruppen aus Österreich, Ungarn und Slowenien zusammen, um über die Zukunft nachhaltiger Energiesysteme zu diskutieren. Die Konferenz umfasste eigene Fachsitzungen der Projekte HySISI und H2GreenFUTURE und zeigte auf, wie regionale Partnerschaften den Übergang zu einer klimaneutralen Energielandschaft beschleunigen.
Ein zentrales Thema der Veranstaltung war das Projekt HySISI (Hydrogen Synergies for Interregional Systems Integration), eine wegweisende Interreg-Initiative Österreich-Ungarn zur Entwicklung einer grenzüberschreitenden Wasserstoffstrategie für Mittel- und Osteuropa. HySISI hat zum Ziel, die Energiesicherheit zu stärken, die Dekarbonisierung voranzutreiben und den breiten Einsatz von Lösungen auf Basis von grünem Wasserstoff in schwer elektrifizierbaren Sektoren zu ermöglichen, darunter die Stahl-, Chemie- und Zementindustrie sowie der Schwerverkehr. Während der ersten HySISI-Session am 24. Juni stellte Magdalena Lindl von Wien Energie das Projekt als Vorreiter einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Bereich des grünen Wasserstoffs vor. Weitere Vorträge befassten sich mit aktuellen Entwicklungen der Wasserstoffpolitik in Ungarn sowie mit der strategischen Bedeutung der unterirdischen Wasserstoffspeicherung. Dazu präsentierte Franziska Steger von RAG Austria wertvolle Einblicke.
Die Nachmittagssitzung erweiterte die Diskussion um die Einbindung slowenischer Partner durch das Projekt H2GreenFUTURE, das im Rahmen des Interreg-Programms Slowenien-Österreich umgesetzt wird. Fachleute beleuchteten zentrale Themen wie Netzmanagement, die Integration erneuerbarer Energien und den Aufbau von Wasserstoff-Innovationsökosystemen in der Grenzregion Österreich-Slowenien. Die Vorträge von Peter Jurik von Austrian Gas Grid Management AG und Jasmin Schiefer von Wien Energie unterstrichen die Bedeutung der Abstimmung von erneuerbarer Energieerzeugung, Speichertechnologien und Energieinfrastruktur, um ein resilientes Energiesystem der Zukunft sicherzustellen. Ein Vortrag von Nora Kirchknopf von der Hochschule Burgenland sowie Tomaž Čebela vom slowenischen Nationalen Institut für Chemie stellte die Fortschritte des Projekts H2GreenFUTURE vor. Das Projekt konzentriert sich auf Forschung, Innovation, Kompetenzentwicklung und Pilotdemonstrationen (H2 Green Demonstrator), die Wasserstofftechnologien in Österreich und Slowenien fördern. Ziel der Initiative ist es, bestehende Hindernisse für die Einführung von Wasserstofftechnologien abzubauen und gleichzeitig einen stärkeren regulatorischen und innovationsfördernden Rahmen für den Sektor zu schaffen.
Den Abschluss der Konferenz bildete eine Podiumsdiskussion zum Thema „Fehlende Verbindungen in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Bereich des grünen Wasserstoffs“. Die Teilnehmenden betonten, dass die erfolgreiche Einführung von Wasserstofftechnologien eine enge Zusammenarbeit zwischen Industrie, Forschungseinrichtungen, Energieunternehmen, politischen Entscheidungsträgern und regionalen Behörden erfordert. Darüber hinaus wurde die Bedeutung harmonisierter Strategien, einer gemeinsamen Infrastrukturplanung und eines intensiven Wissensaustauschs über nationale Grenzen hinweg hervorgehoben.
Die e-nova 2026 Konferenz hat gezeigt, dass die regionale Zusammenarbeit zu einem entscheidenden Faktor für die Wasserstofftransformation Europas wird. Durch die Zusammenführung von Initiativen wie HySISI und H2GreenFUTURE bot die Konferenz eine Plattform für den Austausch von Fachwissen und die Stärkung von Partnerschaften, die dazu beitragen werden, eine widerstandsfähigere, nachhaltigere und stärker vernetzte Energiezukunft für Mitteleuropa zu schaffen.







